
Die multiparametrische Magnetresonanztomografie der Prostata (mpMRT) stellt die Prostata in mehreren Bildkontrasten dar und erkennt auffällige Areale zuverlässig – ohne Strahlung und ohne Eingriff. Sie hilft, unnötige Biopsien zu vermeiden und notwendige Biopsien gezielt zu planen.
MRT-Untersuchungen bieten wir an allen drei Standorten – Diagnosehaus 3 (1030 Wien), Diagnosehaus 11 (1110 Wien) und Diagnosehaus 18 (1180 Wien) – für alle Kassen und privat an. Termine erhalten Sie meist innerhalb weniger Tage.
Online TerminIhr Urologe kann die Untersuchung unter anderem empfehlen bei:
Gut zu wissen: Im Diagnosehaus 11 ist die Untersuchung mit entsprechender Indikation und Zuweisung durch einen Facharzt für Urologie für alle Kassen möglich.
Sie erhalten eine Zuweisung zur Untersuchung und vereinbaren damit im Anschluss online oder telefonisch Ihren MRT-Termin. Bei der Terminvereinbarung besprechen wir die Vorbereitung im Detail – Sie erhalten alle Hinweise auch schriftlich mit der Terminbestätigung. Bitte beachten Sie: Nach einer Prostatabiopsie ist ein Abstand von mindestens 8 Wochen zur MRT erforderlich.
Verzichten Sie am Vortag auf blähende Speisen. Etwa 2 Stunden vor der Untersuchung führen Sie einen Einlauf zur Darmreinigung durch – das entsprechende Präparat erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke. Bitte kommen Sie nüchtern, stilles Wasser ist erlaubt.
Bringen Sie bitte Ihre e-card, die Zuweisung und einen aktuellen Blutbefund mit Ihrem PSA-Wert mit – dieser darf nicht älter als 3 Monate sein. Vorbefunde, Biopsieergebnisse sowie gegebenenfalls OP-Berichte oder Ihren Implantatausweis nehmen Sie bitte ebenfalls mit. Vor der Untersuchung füllen Sie einen Sicherheitsfragebogen aus. Metallische Gegenstände, Schmuck und Handy bleiben in der Kabine.
Sie liegen bequem auf dem Rücken. Eine leichte Empfangsspule wird über Ihrem Becken platziert; eine Endorektalspule ist bei unseren modernen Geräten nicht erforderlich. Wir erstellen mehrere Bildserien, die unterschiedliche Eigenschaften des Prostatagewebes sichtbar machen. Für die Kontrastmittelaufnahmen erhalten Sie ein MRT-Kontrastmittel über eine Armvene. Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 40 Minuten.
Unsere Radiologen befunden nach dem standardisierten PI-RADS-System, das die Wahrscheinlichkeit eines behandlungsbedürftigen Karzinoms auf einer Skala von 1 bis 5 angibt. Ihren Befund erhalten Sie rasch – häufig innerhalb eines Werktags – und Ihr Urologe plant damit die weiteren Schritte.
Die Prostata wird in mehreren Bildkontrasten („Parametern") untersucht: hochauflösende T2-Bilder für die Anatomie, Diffusionsbildgebung für die Zelldichte und eine Kontrastmitteldynamik für die Durchblutung. Erst die Kombination macht auffällige Areale zuverlässig erkennbar.
PI-RADS ist ein international standardisiertes Bewertungssystem von 1 (sehr wahrscheinlich gutartig) bis 5 (sehr wahrscheinlich bösartig). Er hilft Ihrem Urologen zu entscheiden, ob und wo eine Biopsie sinnvoll ist.
Stuhl und Darmgas im Enddarm können die Bilder der direkt davor liegenden Prostata stören. Ein leerer, ruhiger Darm sorgt für eine deutlich bessere Bildqualität – deshalb bitten wir um Einlauf, Nüchternheit und keine blähenden Speisen am Vortag.
Nach einer Biopsie entstehen kleine Einblutungen in der Prostata, die im MRT auffällige Areale vortäuschen oder verdecken können. Nach etwa 8 Wochen sind diese abgeklungen und die Untersuchung ist wieder aussagekräftig.
Im Diagnosehaus 11 wird die Prostata-MRT mit entsprechender Indikation und Zuweisung durch einen Facharzt für Urologie für alle Kassen durchgeführt. Für Fragen zu anderen Standorten und zur privaten Durchführung berät Sie unser Team gerne.